Im Spiel der Sommerlüfte

Schauspiel von Arthur Schnitzler

Eine Inszenierung mit dem Junges Schauspiel Ensemble München (2008/2012)

 

 

JSEM_Sommerlüfte_Ensemble 1. Akt

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Der Bildhauer Professor Vincenz Friedlein und seine Frau Josefa verbringen ihre Sommerfrische zusammen mit ihrem Sohn Eduard und ihrer Nichte Gusti, fern vom Stadtlärm auf ihrem Landsitz in Kirchau, nahe bei Wien. Die ländliche Familienidylle wird aber häufig durch Vincenz „Berufsreisen“ nach Wien unterbrochen. Als an einem Spätsommertag Vincenz erneut in die Stadt reist gerät die Welt auf dem Landgut aus den Fugen. Dunkle Wolken und heftige Windstöße künden ein Unwetter an, und nicht nur in der Natur, auch im Gemüt der Sommergäste spielt sich ein seltsames Schauspiel ab. Die intimsten Geständnisse sprudeln aus jedem Einzelnen heraus. Zwischen Pflichtgefühl und Freiheitsdurst schwankend geben sie ihre Träume Preis und begeben sich auf die Suche nach dem einzig wahren Weg zum vermeintlichen Glück. Doch so rasch, wie das Gewitter gekommen ist, verzieht es sich auch wieder – und nichts bleibt so wie es war… Das äußerst selten gespielte, jedoch umso brillantere Bühnenwerk des österreichischen Autors, trägt zeitlose Aktualität in sich. „Sind wir ein Spiel von jedem Druck der Luft?“ – fragte schon Goethes Faust. Dies können wir uns jedoch trotz unseres selbstbestimmenden, emanzipierten und beinahe unbeschränkten Zeitalters auch fragen. 

 

Pressestimmen

„… eine brillante Schnitzler-Inszenierung …“ (Oberbayerisches Volksblatt)

„Regisseur Stacheder gelingt es in seiner äußerst gefühlsdichten Inszenierung, sehr nahe an Schnitzler zu bleiben und doch modernes Schauspieltheater zu präsentieren. Das Bühnenbild wird dominiert von einem riesigen Rahmen, der den Blick in die Bergwelt freigibt. Gleichzeitig könnte diese mit Zitaten aus dem Jugendstil versehene Umrandung Symbol dafür sein, dass wir Menschen unserem Leben einen „Rahmen“ geben müssen, um uns hierin sicher bewegen zu können.“ (Augsburger Allgemeine Zeitung)

„Die anfänglichen Momente von Arthur Schnitzlers Schauspiel Im Spiel der Sommerlüfte tröpfeln fast in ästhetisierter Langeweile dahin. Doch hier buhlen nicht komische Figuren um die Gunst des Publikums. (…) Diese Dynamik zwischen ruhigen Textpassagen und körperlicher Präsenz, wenn sich die Figuren quer über die Bühne verfolgen, war eine von vielen Stärken der Inszenierung, die vom Publikum im Waitzinger Keller lange bejubelt wurde.“ (Miesbacher Merkur)

 

Regie und Bühne Michael Stacheder
Kostüme
 Mario Schönmann

Premiere
31. Juli 2008, Stadttheater Landsberg am Lech
Neueinstudierung im Frühjahr 2012